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Re: Generalsanierung Hochleistungskorridor Rechte Rheinstrecke

Verfasst: Di 5. Mai 2026, 07:19
von WUMAG KBO
Infomobil-Tour mit 21 Stopps entlang der Strecke:
12.05. – Königswinter
13.05. – Bonn-Beuel
18.05. – Wiesbaden
19.05. – Kaub
20.05. – Bad Hönningen
21.05. – Eltville
22.05. – Koblenz-Ehrenbreitstein
26.05. – Oestrich-Winkel
27.05. – Vallendar
28.05. – Linz
29.05. – St. Goarshausen
01.06. – Unkel
02.06. – Lahnstein
03.06. – Geisenheim
08.06. – Kamp-Bornhofen
23.06. – Rüdesheim
24.06. – Neuwied
25.06. – Lorch
26.06. – Neuwied-Engers
29.06. – Bonn-Oberkassel
30.06. – Bad Honnef

www.deutschebahn.com/de/presse/presse-r ... t-13864770

Falls es von Interesse ist....

Info-Mobil on Tour (ab 12. Mai) ...

Verfasst: Di 5. Mai 2026, 18:47
von eta176
Hallo Andreas,
besten Dank für die Info zu den Terminen. Die verschiedenen Standorte (z.B. Niederlahnstein;
Bahnhofsvorplatz oder Kapuzinerplatz für KO-Ehrenbreitstein) sind in der Liste zu finden.
Das Infomobil ist jeweils von 14 bis 19 Uhr an den jeweiligen Orten, schreibt die DB.
Grüße
HaPe

Keine Automaten am Bhf - keine Fahrkarten im SEV

Verfasst: Di 16. Jun 2026, 17:10
von eta176
Meldung vom 16. Juni 2026, 10:00 Uhr

30. Juni bis 10. Juli 2026: Abbau der Fahrkartenautomaten
Im Rahmen der anstehenden Korridorsanierung der Bahnstrecke am rechten Rhein
(10. Juli bis 12. Dez. 2026) müssen an den Bahnhöfen sukzessive die Fahrkartenauto-
maten abgebaut werden. Sie erhalten Fahrkarten in den Apps (z.B. DB Navigator), auf
den Internetseiten (z.B. bahn.de) oder in den Verkaufsstellen der regionalen Verkehrs-
verbünde und den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Ab dem 10. Juli wird Ersatzverkehr mit Bussen bereitgestellt. In den meisten Fällen
befinden sich keine Fahrkartenautomaten oder Verkaufsstellen in unmittelbarer Nähe
der Haltestellen. Daher sollte der Kauf der Fahrkarte bereits bei der Planung mitbe-
dacht werden.

Ein wichtiger Hinweis: Der Kauf von Fahrkarten im Bus ist nicht möglich.

https://rechter-rhein.deutschebahn.com/ ... maten.html
.

Startschuss fällt - ETCS wird erst Ende 2027 fertig

Verfasst: Mo 6. Jul 2026, 14:48
von eta176
Mit einer umfangreichen PM - und zahlreichen Statements der Verkehrsminister -
informiert die DB am 06.07.26 über den Beginn der KS RR:

Startschuss am Rechten Rhein:
DB InfraGO beginnt am 10. Juli mit der Sanierung des Korridors Troisdorf–Wiesbaden

Bauteams realisieren ab Freitag umfangreiches Bauprogramm an Strecke
und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Korridorsanierungen
• Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güter-
verkehr

:arrow: https://www.deutschebahn.com/de/presse/ ... n-13963800

Interessant ist die nachfolgende Passage zur
Leit- und Sicherungstechnik
Entlang der Strecke werden insgesamt sechs noch bestehende Stellwerke alter Technik durch
moderne ESTW ersetzt: Rüdesheim, Niederlahnstein, Koblenz-Ehrenbreitstein, Engers, Neuwied
und Bonn-Beuel. Zudem müssen die bereits bestehenden elf ESTW entlang der Strecke angepasst
und um neue Funktionen erweitert werden.
Die drei neuen ESTW in Neuwied, Engers und Koblenz-Ehrenbreitstein werden bis Ende 2026
baulich fertiggestellt; ihre Inbetriebnahme erfolgt nachgelagert.

Der gesamte Korridor wird im Rahmen der Digitalisierung des Schienennetzes mit ETCS ausgerüstet.
Daher erfolgen auch im Jahr 2027 noch weitere Arbeiten, um die restlichen IBN von Stellwerken im
Zusammenspiel mit ETCS durchführen zu können. ETCS ist heute bereits zwischen Oberlahnstein und
Assmannshausen im Einsatz. Nach Umsetzung aller Arbeiten kann ETCS bis Ende des Jahres 2027 auf
der gesamten Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden in Betrieb gehen. Diese Strecke zählt dann
zu den längsten, vollständig digitalisierten Strecken Deutschlands.

:arrow: In die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke fließen rund 1,6 Milliarden Euro.
( ... schauen wir mal, wie viele EURO es am Ende tatsächlich werden :roll: )
.

Re: Generalsanierung Hochleistungskorridor Rechte Rheinstrecke

Verfasst: Fr 10. Jul 2026, 19:26
von Bad Camberger
Moin!

Heute fand online eine Infoveranstaltung der DB InfraGo zur Korridorsanierung statt, wobei herauskam, dass die angedachten Umleitungsstrecken der hiesigen DB InfraGo gar nicht voll befahrbar sind.

So ist zum Beispiel wegen Nachtbaustelle die linke Rheinstrecke zwischen Brühl und Bonn Neuer Weg in der Nacht von 12.07. auf 13.07. nur eingleisig befahrbar.

Weiterhin ist die Siegstrecke in den Nächten heute-Montag zwischen 22:00Uhr und 05:00Uhr total gesperrt.

Die Main-Neckar-Bahn ist im Bereich Bensheim von heute bis 20.07. total gesperrt.

Die Strecke zwischen Mainz-Bischofsheim und Groß-Gerau ist in den Nächten von heute bis Montag zwischen 21:00Uhr und 05:00Uhr total gesperrt.

Wegen Betraüberziehung auf der Nordbrücke zwischen Mannheim Hbf und Ludwigshafen Hbf stehen weiterhin nur 2 der 4 Gleise zu Verfügung.

Auf gezieltes Nachfragen von Vertretern der SGV-EVUs beteuerte man, man befinde sich in einer Lernkurve. Die Einschränkungsampel stände auf "gelb" und Stellwerksausfälle wegen fehlendem Personal (z.B. Dillenburg) seien vorerst nicht zu befürchten. Auch sei DB InfraGo nach einer Auswertung nicht bekannt, dass bei Rhein-Niedrigwasser mehr Züge im SGV fahren würden. Dies hätte sich in den letzten Jahren nach Analyse nicht bestätigt. Weiterhin hätte man noch Reservekapazitäten. Bei welchen Vorraussetzungen die Ampel auf "rot" geschaltet wird, konnte nicht abschließend geklärt werden. Auf einen guten Beitrag eines Teilnehmers zum Thema Reperaturdauer von Anlagen wurde beteuert, man stände in einem kontinuierlichen Austausch mit den Reperaturteams und würde alle 30min eine Telko im Störungsfall abhalten.

Warten wir mal das erste Wochenende ab... :roll:

Die Odysee kann beginnen.

Gruß

Bad Camberger

Re: Generalsanierung Hochleistungskorridor Rechte Rheinstrecke

Verfasst: Sa 11. Jul 2026, 14:30
von Dieselpower
Soso...man hat Reservekapazitäten....
Ich habe, weil mal wieder alles parallel dichtgemacht wurde, mit einer Lz (V100) vergangene Nacht von Mainaschaff (Auf dem Weg von Bebra nach Koblenz! Ist ja quasi der direkte Weg!) bis Mainz gefühlt länger gebraucht, als für die 500 km davor. Da läßt man die Züge einfach vor Blocksignalen Nachts im Stau stehen, ohne Info, ob es jemals weiter geht, oder wann...und wenn man fragt, gibt's unfreundliche oder halbgare Antworten, alle halbe Stunde geht es mal ein Sbk weiter, und wieder Rot und Schweigen im Walde....übrigens war die Fahrt durch den RB Südost fast schon ein Vergnügen. Überall freundliche Fdl, (noch) viele besetzte Stellwerke und Schrankenposten, aus denen gegrüßt wird, die Hl-Signale, an denen ich immer mehr Spaß habe (Schade, daß die auch im Südosten jetzt langsam weniger werden!), nur traurig, wenn man die ganzen verfallenden Altbauten (nicht nur bahnbezogen) so sieht....

Gruß Marko

Ausfall Stw Dutenhofen (12.07. | 13-18 Uhr)

Verfasst: So 12. Jul 2026, 11:29
von eta176
DB InfraGO hat geschrieben: Fr 10. Jul 2026, 19:26 Die Einschränkungsampel stände auf "gelb" und Stellwerksausfälle wegen fehlendem Personal (z.B. Dillenburg)
seien vorerst nicht zu befürchten.
Die Halbwertzeit solcher Ankündigungen wird auch immer kürzer, denn der neuralgische Punkt
"Dutenhofen (Kr Wetzlar)" ist schon wieder von einem fünfstündigen Ausfall betroffen:

Störung BZI_29095
Wetzlar Gbf (FWR G) - Gießen (FG) auf Strecke 2651
Gießen (FG) - Wetzlar Gbf (FWR G) auf Strecke 2651
Dutenhofen (Kr Wetzlar) (FDTH) - Gießen-Bergwald (FGB) auf Strecke 3703
Gießen-Bergwald (FGB) - Dutenhofen (Kr Wetzlar) (FDTH) auf Strecke 3703
Nicht-/Unterbesetzung von Stellwerken
Umleitung (SPFV, SGV)
Teilausfall (SPNV)
12.07.2026 13:00 - 12.07.2026 18:00
.

Re: Kleiner Erfahrungsbericht SEV vom 11.07

Verfasst: So 12. Jul 2026, 12:41
von 146 127
Hallo,

ich bin am ersten Tag der Sperrung(11.07) von Troisdorf bis Wiesbaden mit dem SEV gefahren.

Von Troisdorf bis Koblenz ging es mit dem "langsamen" RE8, Abfahrt war 08:16 Uhr (Pünktlich). Um die Zeit war nicht so wirklich viel los, auch bis Koblenz ging es. Zum Einsatz kam wie auch auf (allen) anderen Kursen des RE8 & RE8X die bekannten MAN NLC 18C. Meiner war in Zittau zugelassen.

Wir waren mit ca. +2 in Koblenz am Hbf, dort wurde der Bussteig I für alle SEV-Linien ausgewählt. Meiner Meinung nach hätte man hier vlt. einen weiteren Bussteig nehmen sollen, denn es fahren doch viele Busse in kurzem Abstand dort ab.

Weiter nach Wiesbaden ging es dann mit der Linie 10X, hier kam ein Iveco zum Einsatz, dieser hatte auch ein WC an Bord. Abfahrt ab Koblenz war um 11:08 Uhr, auch diese erfolgte pünktlich. Auf der B42 gibt es leider hier & da einige Baustellen weswegen der Bus immer mal leichte Verspätung bekam, aber nach kurzer Zeit wieder raus hatte.

Auch hier waren die Fahrgastzahlen eher überschaubar, außer zwischen Assmannshausen und Rüdesheim - Hier war es voll, aber ab Rüdesheim fahren ja dann die langsamen Linien 10A, 10B & 10E. Mein 10X fuhr ab Rüdesheim dann ohne Halt bis Wiesbaden und deshalb erreichte wir unser Ziel auch 11 Minuten zu früh(!).

Unter bahn.expert konnte ich bei beiden genutzten Bussen Live-Daten verfolgen. Die Beschilderung der Haltestellen & auch die Wegfindung finde ich gut und es gibt wieder die aufgeklebten Linien auf dem Boden(In Troisdorf wurden diese erst am Freitag gegen 14 Uhr aufgebracht).

So viel dazu

Geschichtslos und gesichtslos: "Modernisierung" von Stationen

Verfasst: Mo 20. Jul 2026, 10:32
von eta176
Bei einer Fahrt entlang der Rechten Rheinstrecke zwischen Kaub und Braubach zeigen
sich eine Vielzahl von Baumaßnahmen. So gibt es fahrleitungslose Abschnitte, fehlende
Eisenbahnüberführungen, wie bsplw. in Wellmich, massive Schutzmaßnahmen unterhalb
von Felshängen mit großen Strohblöcken an den Gleisen und vor den Geländern zur B42
sowie Fangzäunen auf der Straße (bei Braubach).

Braubach
Bild
Quelle: DB AG / MainMotion
Nicht mehr wiederzuerkennen ist der Mittelbahnsteig von Braubach, der um 1935 bei der damals erfolgten
Erneuenung errichtet und mit einer Bahnsteigüberdachung aus Holz. Davon ist nichts mehr vorhanden.
Um die in Resten vorhandene Treppe wurde eine massive Stahlkonstruktion eingerammt und als Rahmen ver-
schweißt, um in deren Schutz eine neue (schmalere?) Treppe und einen Aufzug zu errichten.

Kaub
Bild
Quelle: DB AG / MainMotion
Die Reste der Bahnsteigüberdachung am Mittelbahnsteig waren (samt Bahnsteig) am 19. Juli schon komplett
verschwunden, beide Treppenabgänge in die Unterführung wurden zerstört. Zwei große Bohrpfahlgeräte stan-
den im Bereich des alten Bahnsteigs.
Aus welchem Grund man nur einen einzigen Eurocent in eine "denkmalgerechte Sanierung" der inzwischen fast
komplett verschrotteten ehem. Bahnsteigüberdachung (rechts, unmittelbar vor dem ehem. Empfangsgebäude)
stecken sollte, erschließt sich mir nicht. Am 19.07. standen lediglich die Stützen noch, sämtliche sie verbinden-
den Träger sind demontiert und dabei auch gleich auf der Gleisseite mindestens ein halber Meter abgeschweißt.

Was mit dem breiten Treppenzugang in die Personenunterführung passieren soll, konnte ich noch nicht heraus-
finden. Aufgrund der geplanten Abmauerung in der PU kann diese nach dem Umbau nicht mehr von der Stadt-
seite (Weinhaus Bahles) genutzt werden.
Ab Mitte Dezember sind die Bahnsteige ausschließlich von der Rheinseite her über die bislang noch geschotterte
ehem. Zufahrt zur Ladestraße zugänglich. Um in die Stadt zu kommen geht es in einiger Entfernung erst sieben
Stufen hinab - in einen bereits mehrfach bei Hochwasser überschwemmten - Durchgang unter den Gleisen und
dann wieder 17 Stufen hinauf. Die erste barrierefreie Passage ist erst nach längerem Fußweg zwischen B42 und
Bahn möglich - welch ein Fortschritt :evil:

Neuwied
Bild
Quelle: DB AG / MainMotion
Eine regionale Besonderheit an der rechten Rheinstrecke (waren) die zeitlos modernen und sehr beständigen
Bimsbeton-Kassetten- und Stegplatten der Fa. "Friedr. Remy Nachfolger AG" aus Neuwied. Diese wurden schon
1915 in der Zeitung des "Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen" mit einer Anzeige und einer Abb. vom Dach
am Bf Engers beworben.
Die Konstruktionen waren u.a. in Linz (Rhein) und Kaub, sowie mit besonders großen Flächen am Hausbahnsteig
des Bahnhofs Neuwied vorhanden (im Foto linke Seite). Von der 145m langen und bis zu 12m breiten Überdachung
ist nichts mehr übrig geblieben.
Während die Deutsche Bahn AG in Kaub den Abbruch wegen angeblicher Asbestbelastung schon vor Jahren voll-
zog, wird jetzt in Neuwied tabularasa gemacht. Obwohl die Stützen des Daches zwischen dem Kopf- und Haus-
bahnsteig noch aufwendig saniert und stabilisiert wurden, erfolgte (ohne jeglichen Schutz vor der ja auch dort
eigentlich vorhandenen Belastung durch Asbest) der vollständige Abbruch - und die Denkmalpflege schaut taten-
los zu - und hat sich lediglich zum Abbruch des EG geäußert, was nicht erhaltenswert sei ...

NACHTRAG:
Ehrenbreitstein: Es liegt kein Gleis mehr im Bereich des Bahnhofs. Bis auf den ehem.
Militärbahnsteig und den Außenbahnsteig zum Rhein hin ist alles weg., inkl. der (nied-
rigen) Bahnsteigüberdachungen. In der Rhein-Zeitung befürchtet ein Leser, dass ein
neuer ESTW-Funktionsbau den Blick auf das barocke Dikasterialgebäude massiv stören
könnte. Die Anfrage dazu wird von der DB nicht beantwortet, stattdessen nur die be-
kannten "Allgemeinplätze": 'wird baulich vorbereitet und nachgelagert in Betrieb gehen'.
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